Kunstschätze in Syrien und Irak in Gefahr

Terror-Finanzierung durch Kunstraub

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In Syrien und Irak liegen tausende antike Kunstschätze im Boden. Kunsträuber, unter anderem von der Terrororganisation ISIS, plündern und verkaufen sie. So gehen die historischen Zeugnisse verloren und Millionensummen fließen in die Kriegskasse.

Auch Kulturgüter, vor allem die antiken Schätze Syriens, beschäftigen den auswärtigen Kulturausschuss des Bundestags. Stefan Weber, Direktor beim Museum für Islamische Kunst in Berlin, und Friederike Fless, Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts, warnen vor einem Verlust des kulturellen Erbes. Die islamische Terrororganisation ISIS raube gezielt antike Kunst und räume Museen aus, um die Sammlungen auf dem internationalen Kunstmarkt zu Geld zu machen.

"Wir wissen sehr genau, was ISIS alles erbeutet hat und wie sie damit riesige Vermögen anhäufen", so Fless. Der illegale Kunsthandel sei der drittgrößte Bereich nach Waffen und Drogen. Der Terror in Syrien und jetzt auch im Nordirak werde darüber unmittelbar finanziert. "Im Moment gibt es in Deutschland immer noch einen legalen Antikenhandel, der dazu führt, dass dieser illegale Teil gar nicht weiter auffällt", analysiert Fless und erklärt den Bundestagsabgeordneten, dass es in diesem Bereich dringend eine gesetzliche Neuregelung geben müsse.

Fless und Weber machen deutlich, dass es sehr wichtig für Syrien, aber auch für den Irak sei, die Kulturgüter im Land zu halten. Das sei nicht nur wichtig für die kulturelle Identität, sondern auch ein ökonomischer Baustein für den Tag X, für den Wiederaufbau und für einen wieder einsetzenden Kulturtourismus.

Quelle: Deutsche Welle

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Kulturpolitik und der Krieg in Syrien